1. ...weil die jetzige Bezeichnung keinerlei geschichtliche Bedeutung hat!

    Ausstellung zu Mindener Straßennamen

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    Anlässlich der Aufführung von Werken Richard Wagners im Stadttheater präsentiert das Kommunalarchiv eine Ausstellung zu Mindener Straßennamen. Das Hauptaugenmerk gilt der Zeit des Nationalsozialismus. Vor dem 2. Weltkrieg wurden mehrere Straßen in Minden unter nationalsozialistischem Vorzeichen umbenannt oder neu benannt. Beispielsweise wurde der Große Domhof in Adolf Hitler-Platz umbenannt. Und die Tonhallenstraße, an der Theater und Archiv liegen, wurde auf Initiative des Mindener Richard Wagner-Verbands in Richard Wagner-Straße umbenannt; der damalige Oberbürgermeister Ernst Althaus wählte die Tonhallenstraße und argumentierte fälschlicherweise, dass "die jetzige Bezeichnung keinerlei historische Bedeutung" habe. Erstmals benannt wurden die Straßen in der damals gerade entstehenden Siedlung Kuhlenkamp, und zwar zeittypisch mit Namen bekannterer oder zumindest lokal bekannter Nationalsozialisten. Nach dem Krieg sorgten die Alliierten für die Beseitigung derartiger Straßennamen und Straßenschilder. Doch bis heute hält sich hartnäckig die Bezeichnung "Hindenburgplatz" für den "Nebenplatz des Weserstadions", so die offizielle Bezeichnung seit 2012, im alltäglichen Sprachgebrauch.

    Die Ausstellung ist bis Mitte Dezember während der Öffnungszeiten des Archivs (Dienstag - Freitag, 9.00-13.00 Uhr; Dienstag - Donnerstag, 14.00-17.00 Uhr) zugänglich. Der Eintritt ist frei.

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  3. Termine

  4. Zusätzliche Informationen

    Ort: Tonhallenstraße 7, 32423 Minden
    Organisator: Stadt Minden- Kommunalarchiv
    Kontakt: Monika Schulte
    Preis: Eintritt frei
    Kategorien: Ausstellungen
  5. Orte