1. Sonderausstellung "Jugend im Gleichschritt? "

    Die Hitlerjunged zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Wanderausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

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    Hitlerjungen - in mächtigen Blöcken angetreten. Zehnjährige "Pimpfe" - im Gleichschritt marschierend. BDM-Mädchen - frenetisch dem "Führer" zujubelnd. Solche Bilder dominieren heute den Blick auf die Hitlerjugend der Jahre 1933 bis 1945. Mit der damaligen Lebenswirklichkeit hat das wenig zu tun - aber viel mit der Wirkungsmacht und Nachhaltigkeit nationalsozialistischer Propaganda.

    Die Wanderausstellung "Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit" des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln stellt dem ein deutlich anderes Bild der Hitlerjugend gegenüber: die Vielfalt damaligen Jugendlebens und damit die Heterogenität der NS-Jugendorganisation. Denn es war das eine, dass die Reichsjugendführung in Berlin die einheitliche Ausrichtung aller Jugendlichen befahl. Und das andere, dies vor Ort auch umzusetzen. Gerade hinsichtlich der Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land taten sich hier beträchtliche Unterschiede auf. Gezeigt wird dies in der Hauptsache anhand von nie zuvor veröffentlichtem Material, vieles davon aus Privathand. Über 500 Fotos und Dokumente zeigen den Alltag der Hitlerjugend; ergänzt um 15 Medienstationen mit 11,5 Stunden an historischem Filmmaterial und 5 Stunden Zeitzeugenerzählungen.

    Die Ausstellung umfasst fünf Abteilungen:

    Die Lebenswelten stellen den gesellschaftlichen Kontext vor, in dem die Hitlerjugend wirkte. Wie lebte man in den 1920er und -30er-Jahren in der Stadt und auf dem Land? Wie gestalteten sich Arbeit und Freizeit? Welche Auswirkungen hatte der kurz zuvor beendete Weltkrieg?

    Bei den Erziehungsinstanzen wird nach der Rolle von Familie, Schule und Kirche für die Durchsetzung der Hitlerjugend gefragt. Wo wirkten sie unterstützend? Wo stellten sie sich gegen den Führungsanspruch der NS-Jugend? Welche eigenen Ziele verfolgten sie?

    Die Abteilung Hitlerjugend stellt die ideologischen Ziele und die praktische Arbeit der NS-Jugend vor. Wie sah die Mitgliederentwicklung aus, wie die Organisation? Was umfasste der "Dienst"? Wer waren die Führerinnen und Führer? Und vor allem: Warum gestaltete sich die Arbeit oft nicht so, wie von oben vorgegeben?

    Bei den Verboten und Konflikten geht es um Jugendorganisationen und -gruppen, die sich dem Totalitätsanspruch der Hitlerjugend verschlossen. Warum verweigerten sich diese Jugendlichen? Wie reagierte die Hitlerjugend darauf?

    Die letzte Abteilung befasst sich mit der Hitlerjugend im Krieg. Welchen Veränderungen unterlag die Organisation? Welche neuen Aufgaben wurden ihr zugewiesen? Und wie kamen die Jugendlichen mit "Kriegseinsatz", Bombardierungen und Todeserfahrungen zurecht?
    Der Ausstellung liegt ein dreijähriges Forschungsprojekt des NS-Dokumentationszentrums zur Hitlerjugend zugrunde. Projekt und Ausstellung wurden gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung NRW.

    Ausstellungeröfnnung: Samstg, 11.05.2019, 16 Uhr. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei

    Mindener Museum, Di-So. 12 - 18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen. Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de

  2. Bilder

  3. Termine

  4. Zusätzliche Informationen

    Treffpunkt: Ritterstr. 23 - 33
    Ort: Minden
    Organisator: Mindener Museum
    Kontakt: Jutta Wachser
    E-Mail: j.wachser@minden.de
    Homepage: http://www.mindenermuseum.de
    Kategorien: Ausstellungen
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